Es gibt viele Gitarrenarten, sowohl elektrische als auch akustische, die alle unterschiedlich klingen und sich unterschiedlich anfühlen. Deshalb ist es wichtig, eine zu wählen, die perfekt zu deinen Bedürfnissen passt.

Hier findest Du alle Gitarrenarten und erfährst, für welche Musik und welchen Gitarristen sie am besten geeignet sind. Zu jeder Gitarrenart gibt es ein Bild mit einem Beispielmodell.

E-Gitarren

Solidbody E-Gitarren

Eine Solidbody-Gitarre hat einen Korpus aus Massivholz. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Korpus immer aus einem einzigen Stück Holz besteht, er kann auch aus mehreren zusammengeleimten Holzstücken gefertigt sein. Solidbody-Gitarren haben keine ausgehöhlten Bereiche, außer an den Stellen, an denen das Holz entfernt wird, um Tonabnehmer und andere Elektronik unterzubringen.

ST-Style E-Gitarren

ST-Style E-Gitarre

ST-Style oder Stratocaster ist wahrscheinlich die weltweit populärste Gitarrenform, die 1954 von Fender erfunden wurde. Fast alle klassischen ST-Style-Gitarren verfügen über eine S-S-S-Tonabnehmerkonfiguration, doch mittlerweile gibt es Dutzende von Modellen mit jeder Art von Tonabnehmern und Tremolos. Die modernen ST-Style Gitarren werden auch Superstrat genannt, die meistens mit High-Gain Humbuckern und moderner Hardware wie Floyd Rose Tremolos ausgestattet sind. Somit sind ST-Style-Gitarren extrem vielseitig, je nach Modell kann man von Blues über Rock bis hin zu Metal spielen.

T-Style E-Gitarren

T-Style E-Gitarren

Die T-Style oder Telecaster ist die zweitpopulärste Gitarre von Fender aus dem Jahr 1950. Die Tele hat einen Single Cut Body mit zwei Single Coil Pickups. Sie hat den perfekten Sound für Blues. Allerdings werden die T-Style-Gitarren heute von fast allen Gitarrenherstellern nachgebaut, mit unterschiedlichen Tonabnehmern, Tremolos und mehr.

Single Cut E-Gitarren

Single Cut E-Gitarren

Die Single-Cut-E-Gitarre ist eines der am besten erkennbaren Designs überhaupt. Das perfekte Beispiel ist die legendäre Gibson Les Paul, die von Slash, Jimmy Page und allen anderen gespielt wird. Die Single-Cut-Gitarren sind mit zwei Humbuckern ausgestattet und eignen sich für alle Musikstile, von Jazz bis Rock und sogar Metal.

Double Cut E-Gitarren

Double Cut E-Gitarren

Wie der Name schon sagt, haben Double-Cut-Gitarren zwei Cutaways am Korpus, die einen besseren Zugang zu den höchsten Bünden des Griffbretts ermöglichen. Die beliebteste Double-Cut-Gitarre ist die Gibson SG, die durch Angus Young von AC/DC bekannt wurde. Was den Klang angeht, so ist sie den Les Paul-Gitarren ziemlich ähnlich, da sie oft die gleichen Tonabnehmer haben.

Metal Gitarren

Metal Gitarren

Metal-Gitarren zeichnen sich durch unkonventionelle Korpusse mit moderner Hardware aus. Sie haben immer High-Gain-Humbucker eingebaut, sehr oft ein Floyd-Rose-Tremolo und immer 24 Bünde, alles, was ein Metal-Spieler braucht. Beliebte Metal-Korpusformen sind: die V-Form, Explorer und viele mehr.

7- und 8-Saiter Gitarren

7- und 8-saitige Gitarren haben eine bzw. zwei tiefe Saiten mehr. Dadurch kann man auf ihnen mehr Töne spielen. Sie sind bei progressiven Metal-Gitarristen sehr beliebt, weil man damit tiefere Töne spielen kann, ohne sie herunterstimmen zu müssen.

Headless E-Gitarren

Headless E-Gitarren

Headless-Gitarren sind kein neues Konzept. Es gibt sie bereits seit den 80er-Jahren, erstmals entwickelt und umgesetzt vom Innovator Ned Steinberger. Bei den Headless-Gitarren fehlt die Kopfplatte, sodass alle Stimmgeräte in den Stegbereich verlegt werden. Das macht das Besaiten wesentlich einfacher. Sie finden sich meist in den Händen von Prog-Rock- und Metal-Spielern, die optimalen Spielkomfort und eine breite Palette an Sounds verlangen.

Bariton E-Gitarren

Eine Bariton-E-Gitarre ist eine 6-saitige Gitarre mit langer Mensur, die dickere Saiten hat und für einen tieferen Tonumfang gedacht ist. Die typische Bariton-Gitarre ist in der Regel BEADF#B gestimmt. Das macht sie zu einem unverzichtbaren Instrument für den modernen Metal.

12-Saiter E-Gitarren

12-Saiter E-Gitarren

12-saitige E-Gitarren sind wie herkömmliche E-Gitarren, haben aber sechs verdoppelte Saiten. Die unteren vier Saiten sind in Oktaven gestimmt, während die oberen zwei Saiten einfach verdoppelt sind. Die 12-Saiter verfügen über einen breiteren Frequenzbereich, der zusätzliche Textur und Obertöne bietet.

Short-Scale E-Gitarren

Short-Scale E-Gitarren

Eine Short-Scale-Gitarren haben eine kürzere Mensur, so dass sie für Erwachsene mit kleinen Händen oder für Kinder komfortabler zu spielen sind. Sie alle sehen genauso aus wie die Standard-Modelle, nur eben kleiner.

Hollowbody & Semi-Hollow Gitarren

Hollowbody & Semi-Hollow Gitarren

Die Hollowbody-Gitarre und ihr Semi-Hollow-Nachfolger sind klassische Designs, die bei Blues-, Jazz- und Rockgitarristen nach wie vor sehr beliebt sind. Sie sind äußerst vielseitige Gitarren mit einem einzigartigen Stil und Sound. Hollowbody-E-Gitarren haben ähnlich wie Akustikgitarren kein Holz im Inneren des Korpus, aber anstelle eines Schalllochs sind Tonabnehmer eingebaut. Semi-Hollowbody-E-Gitarren liegen zwischen Solidbody- und Hollowbody-Modellen. Bei ihnen ist entweder der größte Teil des Korpus leer und es bleibt nur ein Sustain-Block in der Mitte übrig, oder es werden nur zwei kleine Bereiche des Korpus ausgehöhlt, die als F-Löcher bezeichnet werden.

Akustikgitarren

Westerngitarren

Die Westerngitarre stammt von der Konzertgitarre ab, verwendet jedoch Stahlsaiten für einen helleren, lauteren Sound. Die bei weitem häufigste Bauform ist die Dreadnought, die in der gesamten westlichen Musik eine wesentliche Rolle spielt.

Dreadnought

Dreadnought

Die Dreadnought-Korpusform wurde von „Martin“ im 1916 entwickelt und wird seitdem von allen Gitarren-Herstellern nachgebaut, was sie zum beliebtesten Westerngitarren-Typ machte. Der Korpus ist viel größer als bei den meisten anderen Modellen und verleiht der Dreadnought einen kräftigeren, volleren und oft lauteren Sound.

Jumbo Westerngitarren

Jumbo

Eine Jumbo-Westerngitarre hat den größten Korpus von allen Akustikgitarren. Da sich mehr Luft im Korpus einer Jumbo bewegt, ist ein intensiveres Anschlagen erforderlich, wodurch mehr Lautstärke erzeugt wird. Sie ist am besten für Folk-, Country- und Rockmusik geeignet.

12-saitige Westerngitarren

12-saitige Westerngitarren

Die 12-saitige Westerngitarre ist den 6-saitigen Standardmodellen nachempfunden, kann aber dank der doppelten Saiten einen volleren, strahlenden Klang erzeugen. Sie wird genauso gestimmt wie die oben erwähnte 12-saitige E-Gitarre.

Parlor Westerngitarren

Parlor Westerngitarren

Aufgrund ihrer kompakten Größe und leichten Bespielbarkeit sind Parlor-Gitarren bei Frauen sowie Blues- und Jazzspielern sehr beliebt. Da sie einen kleineren Korpus haben, eignen sie sich gut für Melodien mit Betonung der Mitten.

Orchestra Westerngitarren

Orchestra Westerngitarren

Orchester-Westerngitarren sind weniger tief und kleiner als Dreadnought-Gitarren, haben aber einen stärkeren Mitten- und Bassbereich als Auditorium-Modelle. Sie sind eine gute Wahl für jeden Singer-Songwriter, der auch mal live spielen möchte.

Concert Westerngitarren

Concert Westerngitarren

Die Concert-Westerngitarre hat auch einen etwas kleineren Korpus als Dreadnoughts. Sie gelten allgemein als am besten geeignet für Fingerpicking im Gegensatz zum Strumming. Aufgrund ihrer geringeren Größe sind sie bei jüngeren oder kleineren Spielern beliebt, denen andere Westerngitarren zu groß sind.

Grand Auditorium

Die Grand-Auditorium-Akustikgitarre ist ein äußerst vielseitiges Instrument, das in vielen Genres gespielt wird, von Jazz bis Blues und Folk. In Form und Größe sind sie den Dreadnought-Gitarren am ähnlichsten, mit einem etwas breiteren unteren Korpus und einer schlankeren Taille und vorderen Korpus. Sie liefert einen starken, robusten Sound und eignet sich sehr gut für Live-Auftritte.

Grand Concert

Grand Concert

Grand Concert Westerngitarren sind kompakt und liegen sehr gut in der Hand, was sie ideal für reisende Gitarristen macht. Die Korpusform ähnelt der einer Konzertgitarre. Seine Größe und Wölbung sorgen für einen ausgewogenen Sound in den mittleren Lagen und machen die Gitarre vielseitig genug für jeden Stil.

Bariton Westerngitarren

Bariton Westerngitarren

Bariton-Westerngitarren haben in der Regel einen größeren Korpus als Standardgitarren und eine längere Mensur, damit die Saiten bei normaler Spannung tiefer gestimmt werden können. Bei einer Dreadnouhgt beträgt die Mensur normalerweise 629 bis 648 mm. Die gebräuchlichste Mensur bei Bariton-Modellen liegt zwischen 690 und 770 mm.

Konzertgitarren

Konzertgitarre 4-4

Der Hauptunterschied zwischen Westerngitarre und Konzertgitarre sind die Saiten: Westerngitarren verwenden Stahlsaiten, während Konzertgitarren Nylonsaiten verwenden.
Konzertgitarren haben ein breiteres Halsprofil, das es ermöglicht, alle vier Finger genau und gleichzeitig auf dem Griffbrett zu platzieren. Außerdem gibt es sie in verschiedenen Größen wie: 1/8, 1/4, 1/2, 3/4, 7/8 und 4/4 (Standardgröße). Die Konzertgitarren sind für Fingerpicking-Musikstile, wie klassische und spanische Musik, gedacht.